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Medikamente zur Behandlung von Begleitproblemen

Depressive Stimmung, Aggressivität, Unruhe können vor allem im mittleren Krankheitsstadium für den Betroffenen, die Betreuer und die Angehörigen zu einem großen Problem werden. Sie tragen teilweise erheblich mehr zur Belastung der Familien bei als Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit. Ebenso wie bei körperlichen Erkrankungen, die zu einer Verschlimmerung der Symptome führen, helfen hier wirkungsvolle Arzneimittel.

Was tun bei ... ?

Depression

Betroffene leiden sehr häufig unter depressiven Verstimmungen und Depression. In diesem Rahmen treten auch oft Unruhe, Nervosität, Angst und Schlafstörungen zutage.

Zur Behandlung eignen sich Medikamente, die den bei Depression gestörten Überträgerstoffwechsel regulieren (Antidepressiva), z. B. so genannte selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.

Angst und Unruhe

Sofern diese Symptome nicht im Rahmen einer depressiven Stimmungslage auftreten und durch Antidepressiva zu behandeln sind, können spezielle Angst lösende Präparate eingesetzt werden.

Sinnestäuschungen, Feindseligkeit

Bei einigen Patienten mit Alzheimer-Krankheit kommt es zu Sinnestäuschungen (Halluzinationen) und Wahnvorstellungen. Außerdem können Patienten ungewöhnlich feindselig und aggressiv reagieren.

Hier werden Medikamente eingesetzt, die auf den gestörten Nervenüberträgerstoffwechsel einwirken und in unterschiedlichem Ausmaß dämpfend wirken.

Die Erkennung und Behandlung solcher Begleitprobleme gehört in die Hand eines Spezialisten. Es sollte unbedingt ein Facharzt für Psychiatrie mit einbezogen werden.

Behandlung körperlicher Begleiterkrankungen

Viele Betroffene leiden zusätzlich zur Alzheimer-Krankheit an einer oder mehreren anderen Erkrankungen. Meist sind dies Erkrankungen, die die inneren Organe und den Blutkreislauf bzw. die Blutgefäße betreffen.

Da diese Erkrankungen teilweise die geistige Leistungsfähigkeit zusätzlich beeinträchtigen, sollten sie unbedingt behandelt werden. Dies gilt vor allem für Durchblutungsstörungen des Gehirns, die besonders durch Zuckerkrankheit, Bluthochdruck und Herzerkrankungen mit verursacht werden.

Mehr zu Durchblutungsstörungen des Gehirns ...

Auch die Behandlung körperlicher Begleiterkrankungen muss durch einen erfahrenen Arzt vorgenommen werden, z. B. von einem Allgemeinarzt oder Internisten.