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Was bringt die Behandlung mit Antidementiva?
Spezielle Demenzmedikamente sind bei leichter, mittelschwerer und schwerer Demenz wirksam. Eine Heilung oder dauerhafte Besserung kann mit den aktuellen Medikamenten nicht erzielt werden. Eine Stabilisierung des Zustandes oder eine Pflegeerleichterung können bereits als Behandlungserfolg betrachtet werden.
Wichtig: Früher Beginn und ausreichend lange Medikamenteneinnahme
Neu erkannte Patienten leiden meist schon unter einer mittelschweren Demenz. Sie sind nicht mehr in der Lage, alleine zu telefonieren, sie vergessen die Namen von guten Bekannten oder brauchen zur Orientierung in ihrem Heimatort einen Stadtplan.
Beginnen sollte man mit einer Therapie, sobald die Alzheimer-Diagnose feststeht. Dann sind die Chancen für eine vorübergehende Besserung am größten. Bei spätem Therapiestart kann der Nutzen, den schon früh behandelte Demenz-Patienten von der Therapie haben, nicht mehr aufgeholt werden.
Der Effekt einer medikamentösen Behandlung kann oft erst nach sechs Monaten beurteilt werden. Patienten und Angehörige müssen das wissen, damit sie die Behandlung nicht frühzeitig abbrechen, weil sie noch keinen Nutzen erkennen können. Nach drei Monaten lassen sich häufig erste Erfolge beobachten. Sechs Monate nach Beginn der Behandlung sollte der Arzt den Krankheitsverlauf prüfen.
Denkfunktionen bessern sich
Mit wirksamen Demenzmedikamenten kann das Fortschreiten der Demenz verzögert werden. Die zum Zeitpunkt der Diagnose bestehende geistige Leistungsfähigkeit kann dabei unter der fortgesetzten Therapie bis etwa ein Jahr lang besser als zu Beginn sein: Die Patienten werden geistig aktiver. Nach einem Jahr verschlechtern sich allerdings die geistigen Funktionen trotz fortgesetzter Behandlung.
Hilfe bei Verhaltensauffälligkeiten
Praktisch bei jedem Demenzpatienten treten im Verlauf der Erkrankung Verhaltensauffälligkeiten auf. Auch diese so genannten neuropsychiatrischen Störungen können zunächst mit Acetylcholinesterase-Hemmern gelindert werden. Zudem verzögert eine Therapie mit Demenzmedikamenten die Zeit, bis diese Verhaltensstörungen auftreten.