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Folge der Behandlung: Erleichterte Pflege und spätere Heimeinweisung

Behandelte Patienten kommen im Alltag gut zurecht

Patienten, die mit Acetylcholinesterase-Hemmern behandelt werden, haben die Aussicht, im Alltag besser zurechtzukommen. Der Grund liegt darin, dass sich mit Acetylcholinesterase-Hemmern bestimmte Fähigkeiten, die im Alltag notwendig sind, nachgewiesenermaßen langsamer als mit einem Scheinmedikament verschlechtern. Dazu gehören die Fähigkeit zu telefonieren, seinen Haushalt zu führen, mit Geld umzugehen, den persönlichen Schriftverkehr selbstständig zu erledigen und Situationen und Erklärungen zu verstehen. Ihren Alltag können Patienten noch gut bewältigen, wenn sie noch in der Lage sind, das Licht alleine ein- und auszuschalten, den Wasserhahn selbstständig zuzudrehen, Haushaltsgeräte richtig zu benutzen, Nahrung zuzubereiten oder nach dem Essen den Tisch abzuräumen.

Haben Erkrankte Schwierigkeiten, selbstständig zu essen sowie sich an- und auszukleiden, so bedeutet dies für die Pflegenden einen höheren Pflegeaufwand. Daher ist es für Pflegende besonders wichtig, wenn diese Fähigkeiten möglichst lange erhalten bleiben.

Bei den genannten Fähigkeiten, die im Alltag benötigt werden, haben Acetylcholinesterase-Hemmer einen Nutzen.

Erleichterte Pflege

Untersuchungen zeigten, dass der Zeitaufwand für die Betreuung mit einer angemessenen und frühzeitigen Antidementiva-Behandlung reduziert werden kann, je nach Medikament um ein bis zwei Stunden täglich. Eine solche Pflegeerleichterung kann bereits als Behandlungserfolg betrachtet werden – wahrscheinlich ist damit auch eine Kostenreduktion verbunden.

Geeignete Medikamente ermöglichen folgende Verbesserungen bei pflegebedürftigen Patienten: Die Kranken sind beim Bettenmachen beweglicher, können besser ihrer persönlichen Hygiene nachkommen und sich selbst anziehen, sie erkennen Personen wieder, können bei einem Gespräch besser den Inhalt verstehen und auch besser antworten. Die aktivere Teilnahme der Patienten am Tagesgeschehen erleichtert auch die Betreuung durch Angehörige und das Pflegepersonal.

Die Heimeinweisung kann bei vielen Patienten aufgeschoben werden

Eine Heimeinweisung ist in vielen Fällen nicht vermeidbar. Pflegende, die eine Heimaufnahme möglichst vermeiden möchten, können von einer medikamentösen Behandlung des Patienten profitierten. Selbst wenn die Alzheimer-Demenz fortgeschritten ist, kann die Einnahme von entsprechenden Medikamenten die Heimaufnahme um bis zu zwei Jahre verzögern, weil sie die Pflegebelastung der Angehörigen bzw. Pflegepersonen reduziert.