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Mitteilung vom 10.07.2008

Neue Ansätze zur Alzheimer-Behandlung noch vor der Bewährung

Moderne Konzepte müssen sich in klinischen Prüfungen bewähren. Bereits jetzt gibt es bewährte Möglichkeiten der Behandlung.

Die Neurowissenschaften und speziell die Alzheimer-Forschung machen enorme Fortschritte. Forscher rund um die Welt wissen heute ziemlich genau, wie die Alzheimer-Krankheit entsteht, welche Personen gefährdet sind und wie man sie erkennt.

Auf diesem Wissen aufbauend entwickelten Forscher in den letzten Jahren neue Konzepte zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit. Im Mittelpunkt stehen dabei die Suche nach einer Impfung, die etwa Personen im Frühstadium der Erkrankung zugute kommen könnte, und Behandlungen, die gezielt in den molekularen Entstehungsmechanismus der Erkrankung eingreifen.

Zukunftsvision: die Alzheimer-Impfung

Kürzlich hatte ein Forscherteam beschrieben, wie ein Medikament in der Lage ist, die Bildung eines für die Alzheimer-Krankheit charakteristischen Eiweißstoffs im Gehirn zu verhindern. Doch der Weg von der Grundlagenforschung in den Alltag der Alzheimer-Behandlung ist langwierig. Große Studien, in denen sich das Konzept schlüssig beweist, stehen noch aus.

Auch die Alzheimer-Impfung ist noch Zukunftsmusik. Hier sind es vor allem Probleme mit unerwünschten Folgen der Impfung, die derzeit eine breite Anwendung verhindern und die Forscher veranlassen, besser verträgliche Medikamente zu entwickeln.

Auf Bewährtes setzen

Was bleibt sind bewährte Möglichkeiten der Behandlung. Mit Medikamenten wie z. B. Acetylcholinesterase-Hemmern oder NMDA-Antagonisten stehen den Erkrankten erwiesenermaßen wirksame Medikamente zur Verfügung. Sie stellen die Informationsverarbeitung im Gehirn in gewissen Grenzen wieder her und verbessern bei einem Teil der Patienten die geistigen Leistungen, insbesondere Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit. So können Alltagsfähigkeiten weniger rasch verlorengehen als bei unbehandelten Patienten und Betroffene können länger ein selbstständiges Leben führen.

Quelle:

  1. Dt. Ärzteblatt, 01.07.2008.
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