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Mitteilung vom 12.12.2007

Gesunde Ernährung beugt Demenz vor

Klug gewählte Nahrungsmittel vermindern das Demenzrisiko

Französische Wissenschaftler werteten in einer vier Jahre dauernden Studie Daten zu den Essgewohnheiten von über 8000 Menschen aus. Das Ergebnis lässt hoffen: Das Risiko, eine Demenz zu entwickeln, kann durch bestimmte Nahrungsmittel vermindert werden. Dazu gehören Omega-3-reiche Öle, Obst und Gemüse und wöchentlich Fisch auf dem Speiseplan.

Schutz durch Omega-3-Fettsäuren

Wer regelmäßig Öle konsumierte, die reich an Omega-3-Fettsäuren waren, senkte sein Demenzrisiko gegenüber anderen Teilnehmern um 60 Prozent. In Rapsöl, Leinsamenöl und Walnussöl sind solche Fettsäuren reichlich enthalten. Wichtig ist es bei einer gesunden Ernährung, auf einen Ausgleich zwischen den günstigen Omega-3- und den weniger günstigen Omega-6-Fettsäuren zu achten. Bei Menschen, die sich Omega-6-reich und dabei Omega-3- und fischarm ernährten, war das Demenzrisiko nämlich doppelt so hoch wie bei Menschen, die sich anders ernährten. Omega-6-Fettsäuren finden sich in Sonnenblumen- und Weintraubenkernöl.

Was hilft wie stark?

Der tägliche Verzehr von Obst und Gemüse senkte die Demenzgefahr um etwa 30 Prozent. Stand wöchentlich Fisch auf dem Speiseplan, sank das Alzheimer-Risiko um 35 Prozent und das generelle Demenzrisiko um 40 Prozent. Diese Zusammenhänge galten allerdings nur für Menschen, die nicht das ApoE4-Gen trugen. Dies ist ein Gen, von dem bekannt ist, dass es mit einem erhöhten Risiko für die Alzheimer-Demenz einhergeht. Bei Gesunden wird das ApoE4-Gen bei 10 Prozent gefunden. Bei Alzheimer-Kranken beträgt die Häufigkeit des ApoE4-Gens 30-42 Prozent.

Die Studie prüfte auch den Konsum von Maiskeimöl, Erdnussöl, Schmalz, Fleisch oder Wein und deren Auswirkung auf die Entwicklung einer Demenz. Bei diesen Nahrungsmitteln wurde keine Senkung des Demenzrisikos festgestellt. Die gute Nachricht lautet also: Menschen, die das ApoE4-Gen nicht tragen, können durch ihre Ernährung ihr Risiko, an einer Demenz zu erkranken, vermindern.

Quellen:

  1. Ärzteblatt, Online-Meldung vom 13.11.2007
  2. Neurology 2007; 69: 1921-1930
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