Inhalt
Demenz: Andere Hirnerkrankungen
Neben der typischen Alzheimer-Krankheit können eine ganze Reihe anderer Erkrankungen des Gehirns ähnliche Beschwerden und Probleme verursachen und/oder zu einem Hirnabbau führen. Teilweise sind diese Erkrankungen gut zu behandeln, z. B. wenn eine Abflussstörung des Gehirnwassers besteht oder der Betroffene an der Parkinson-Krankheit leidet.


Normaldruckhydrozephalus
Hier liegt eine Abflussstörung des Gehirnwassers vor, z. B. nach einer Hirnhautentzündung, Blutung oder Schädel-Hirn-Verletzung. Typisch sind eine Gangstörung, Gedächtnisstörung und Blasenschwäche.
Parkinson-Krankheit
Sie kann in 20 % der Fälle zu einer Demenz führen. Kennzeichen der Krankheit sind zähflüssige Bewegungsabläufe, Steifigkeit und ein auffälliges Zittern.
Lewy-Körperchen-Variante der Alzheimer-Krankheit
Kugelförmige Strukturen in Nervenzellen kennzeichnen diese Form der Demenz. Die oft von Tag zu Tag unterschiedlich stark ausgeprägten Symptome umfassen u. a. Wahnvorstellungen, extreme Verwirrtheitszustände, Sinnestäuschungen und Parkinson-ähnliches Zittern.
Entzündungen / Infektionen
Bis zu 30 % der HIV-Infizierten entwickeln eine Demenz. Krankheitszeichen können auch z. B. nach einer unzureichend behandelten Syphilis oder beim "systemischen Lupus erythematodes", einer entzündlichen Erkrankung der Blutgefäße, auftreten.
Hirntumore
Langsam wachsende Hirntumore können sich ebenfalls mit einer Abnahme der Hirnleistung bemerkbar machen. In der Regel sind auch andere neurologische Störungen vorhanden, z. B. Lähmungserscheinungen.