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Depression

Das Gedächtnis lässt nach, der Schwung fehlt, man kommt nicht mehr so richtig aus dem Bett, Appetit und Gewicht nehmen ab, das Reden fällt schwer - nicht unbedingt seltene Beschwerden im Alter. Dahinter kann sich jedoch eine Depression verstecken, die gerade bei älteren Menschen leider allzu oft übersehen wird.

Beschwerden

Störungen von Merkfähigkeit, Gedächtnis, Konzentration und Aufmerksamkeit können so stark ausgeprägt sein, dass die Depression mit der Alzheimer-Krankheit verwechselt wird. Typisch sind eine gedrückte Stimmung, ein verminderter Antrieb, Schwierigkeiten beim Denken und bei der Konzentration und in manchen Fällen langsame Bewegungen. Realitätsfremde Gedanken, so genannte Wahnvorstellungen, können ebenfalls bei einer Depression auftreten. Der Betroffene ist z. B. der festen Ansicht bettelarm zu sein, den Arzt nicht bezahlen zu können, nichts wert zu sein oder unheilbar an Krebs erkrankt zu sein.

Chamäleon Depression

Die Erkrankung zeigt sich mit unterschiedlichen Gesichtern. Jeder Mensch gestaltet seine "eigene" Depression. Manche Betroffene klagen z. B. lediglich über anhaltende Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden. Andere wiederum bemerken, dass sie vermehrt schwitzen oder unter Verstopfung leiden. Besonders bei Älteren können körperliche Beschwerden im Vordergrund stehen, hinter denen sich eine Depression versteckt.

Unterschiede zur Alzheimer-Krankheit

Auch Patienten mit der Alzheimer-Krankheit leiden oft gleichzeitig an typischen Symptomen einer Depression. Die Unterscheidung zwischen einer Demenz mit depressiven Symptomen und einer Depression mit Demenz-Symptomen kann daher sehr schwer sein. Während sich allerdings die Hirnleistung bei der Alzheimer-Krankheit ständig verschlechtert, bleibt sie bei der Depression ab einem bestimmten Punkt auf einem gewissen Niveau erhalten. Selbst Spezialisten müssen nicht selten mehrere Verlaufsuntersuchungen durchführen, um eine sichere Diagnose zu stellen. Um herauszufinden, ob eine Depression vorliegt, kann der Arzt mit einem Medikament gegen Depressionen behandeln. Bessern sich daraufhin die geistigen Leistungen, kann man davon ausgehen, dass eine Depression deren Ursache war.

Wie wird die Depression behandelt?

Die Depression lässt sich auch bei älteren Menschen sehr gut behandeln. Allerdings ist aufgrund des oft langwierigen Verlaufs und der begleitenden Erkrankungen Geduld und Vorsicht erforderlich. Unbedingt sollte ein Arzt konsultiert werden.