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Warnsymptome

"Wo habe ich meine Schlüssel liegen lassen?", "Welcher Tag ist heute?", "Jetzt habe ich schon wieder deinen Geburtstag vergessen!". Nicht jede Vergesslichkeit ist mit einer beginnenden Alzheimer-Krankheit gleichzusetzen. Menschen, die an der Alzheimer-Krankheit leiden, weisen jedoch einige typische Merkmale auf. Vor allem treten im Verlauf der Erkrankung immer mehrere und zunehmend stärker ausgeprägte Symptome in Erscheinung.

Alzheimer oder "normale" Vergesslichkeit? Mehr ...

Jeder Betroffene ist anders

Die Symptome der Alzheimer-Krankheit sind nicht bei jedem Patienten völlig gleich. Sie hängen in gewissen Grenzen vom Ausmaß und von der Ausbreitung der Veränderungen im Gehirn ab, werden aber auch beeinflusst durch:

  • Persönlichkeit
  • Bildungsniveau
  • Lebensumstände
  • körperliche Verfassung

Die 10 Warnsymptome

Die Alzheimer-Gesellschaft der USA entwickelte die folgende Checkliste mit 10 charakteristischen Symptomen bzw. Warnsignalen. Wer bei sich oder einem Mitglied der Familie mehrere der genannten Zeichen wieder erkennt, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.

  1. Vergesslichkeit

    Jeder vergisst mal etwas und erinnert sich dann wieder. Alzheimer-Patienten vergessen häufig, erinnern sich nicht mehr und fragen immer wieder dieselben Fragen, obwohl sie schon eine Antwort erhalten haben.

  2. Schwierigkeiten bei Alltagsaktivitäten

    Betroffene können z. B. ein Essen kochen, vergessen dann aber, es zu servieren oder dass sie es je gekocht haben.

  3. Sprachverarmung

    Betroffene vergessen einfache Ausdrücke oder verwenden falsche Bezeichnungen, so dass sie kaum zu verstehen sind. Sie sagen z. B. "das Ding für meinen Mund" statt "Zahnbürste".

  4. Keine örtliche und zeitliche Orientierung

    Betroffene verirren sich in ihrer vertrauten Umgebung, z. B. Wohngegend, vergessen, wie sie zu ihrem derzeitigen Standort gekommen sind und wie sie wieder nach Hause finden.

  5. Probleme bei der Beurteilung von Situationen

    Auch ein gesunder Erwachsener kann für einen Moment vergessen, auf ein Kind unter seiner Obhut aufzupassen. Ein Alzheimer-Patient vergisst das Kind möglicherweise völlig und verlässt das Haus. Oder er zieht an einem warmen Tag mehrere Hemden und Pullis an oder kann nicht mehr mit Geld umgehen.

  6. Probleme beim abstrakten Denken

    Jeder vergisst mal eine Telefonnummer, aber er kann sie in einem Verzeichnis nachschlagen. Ein Betroffener weiß nicht mehr, was diese Nummern bedeuten und was er mit ihnen machen kann.

  7. Verlegen von Gegenständen

    Ein Betroffener kann sogar Dinge an völlig ungeeignete Plätze "aufräumen", z. B. ein Bügeleisen in die Tiefkühltruhe oder eine Armbanduhr in die Zuckerdose - und wird sie nicht wieder finden.

  8. Schwankungen der Stimmung und des Verhaltens

    Jeder hat mal einen schlechten Tag, aber Alzheimer-Patienten neigen ganz besonders zu abrupten Stimmungswechseln: Innerhalb weniger Minuten von Ausgeglichenheit über Tränen bis hin zu grundlosen Wutausbrüchen.

  9. Veränderungen der Persönlichkeit

    Jeder verändert mit der Zeit ein wenig seine Persönlichkeit. Ein Alzheimer-Patient verändert sich jedoch dramatisch und reagiert oft der Situation unangemessen, leicht reizbar, ängstlich, misstrauisch oder auch distanzlos.

  10. Mangel von Antrieb und Initiative

    Betroffene verlieren oft ihre Energie, werden inaktiv und nehmen nur noch widerwillig an gesellschaftlichen oder anderen Aktivitäten teil. Sie können beispielsweise über Stunden teilnahmslos vor dem Fernseher sitzen.

(Modifiziert nach: Alzheimer’s Disease and Related Disorders Association, 2002.)