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Welche Untersuchungen werden durchgeführt?

Üblicherweise spricht der Arzt ausführlich mit dem Betroffenen und seinen Angehörigen, bevor er ihn körperlich untersucht und schließlich die Hirnleistung und das Gehirn selbst prüft bzw. prüfen lässt.

Ärztliches Gespräch

Wichtig: Neben dem Betroffenen selbst sollten unbedingt auch Angehörige oder Personen Auskunft geben, die den Betroffenen gut kennen.

Besprochen werden u. a. die Beschwerden, das Verhalten des Patienten, mögliche Schwierigkeiten beim Anziehen, Waschen und in der Arbeit, ob Verabredungen eingehalten werden, wie Finanzangelegenheiten geregelt sind, ob alleine Reisen oder der Umgang mit Haushaltsgeräten bewältigt werden.

Körperliche Untersuchung

Hier verschafft sich der Arzt einen Überblick über die körperliche Verfassung des Patienten. Zudem kann er Hinweise auf andere Erkrankungen gewinnen, die möglicherweise für die Probleme verantwortlich sind, so könnte z.B. ein auffälliges Zittern auf die Parkinson-Krankheit hindeuten.

Neuropsychologische Tests

Ärzte oder Psychologen ermitteln mit neuropsychologischen Testverfahren, wie es um Merkfähigkeit, Gedächtnis, Denkvermögen und die Fähigkeit zur Bewältigung von Alltagsaufgaben steht. Am häufigsten wird der so genannte Mini-Mental-Status-Test (MMS) angewandt. Mehr ...

Laboruntersuchungen

Die Alzheimer-Krankheit lässt sich nicht durch eine Untersuchung von Blut und Urin nachweisen. Jedoch können sich Hinweise auf z. B. eine Hormonerkrankung, einen Vitaminmangelzustand, eine Infektion oder auf eine Stoffwechselentgleisung ergeben.

Bildgebende Verfahren

Auf jeden Fall wird eine Untersuchung des Gehirns mit so genannten bildgebenden Verfahren vorgenommen. Sie sind für die Feststellung der Erkrankung unverzichtbar, da nur so andere Ursachen wie Hirntumore, Durchblutungsstörungen oder ein Hydrozephalus mit ausreichender Sicherheit auszuschließen sind.

Zu den bildgebenden Verfahren zählen:

  • Computertomographie (CT)
  • Kernspintomographie (MRT, NMR)
  • Single-Photon-Emissionscomputertomographie (SPECT)
  • Positronen-Emissionstomographie (PET)
Die Abbildung zeigt ein Gehirn in der Positronen-Emissions-Computertomographie.  Bereiche in beiden Schläfenlappen mit vermindertem Zuckerverbrauch stellen  sich grün dar. Regionen mit normalem Zuckerverbrauch erscheinen rot-orange.

Positronen-Emissionscomputertomographie (PET)-Aufnahme des Gehirns eines Patienten mit Alzheimer-Krankheit: Die Pfeile deuten auf einen verminderten Zuckerverbrauch der Hirnrinde im Bereich der beiden Schläfenlappen. Der normale Zuckerverbrauch stellt sich rot-orange dar.


Andere Untersuchungen

Weitere Untersuchungen können im Einzelfall notwendig sein, in erster Linie um andere Erkrankungen auszuschließen oder nachzuweisen:

Elektroenzephalographie (EEG)

Veränderungen des Hirnstromkurvenverlaufs treten zwar auch bei Alzheimer-Patienten auf, sind jedoch auch bei nicht betroffenen älteren Menschen häufig zu beobachten. Auch ist es nicht möglich anhand des EEGs die Schwere der Erkrankung abzuschätzen.

Lumbalpunktion

Hier wird das Gehirn- und Nervenwasser (Liquor) bei begründetem Verdacht vor allem hinsichtlich entzündlicher Erkrankungen des Nervensystems durch Bakterien und Viren untersucht. Veränderungen des Tau-Proteins oder des Amyloid-Vorläuferproteins APP im Liquor sind nicht spezifisch für die Alzheimer-Krankheit.