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Wie wird die Alzheimer-Krankheit festgestellt?

Die Diagnose der Alzheimer-Krankheit kann heute meist mit hoher Sicherheit gestellt werden - für Betroffene und Angehörige ein Ausgangspunkt, um für die Zukunft planen und lernen zu können, mit der Erkrankung zu leben.

1. Schritt: Besteht eine Demenz?

Der Arzt wird sich zunächst im Gespräch darüber Klarheit verschaffen, ob eine Beeinträchtigung der intellektuellen Leistungsfähigkeit und des Gedächtnisses sowie der Sprache, also eine Demenz, vorliegt. Ganz wichtig ist, neben dem Betroffenen auch Angehörige mit in das Gespräch einzubeziehen, da sie den Betroffenen in der Regel am besten kennen. Sie können auch beurteilen, ob beim Patienten Fähigkeiten für den Alltag, wie Planen und Organisieren, beeinträchtigt sind.

Zur Diagnose einer Demenz müssen zusätzlich zu einer Störung des Gedächtnisses weitere Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit wie Sprachprobleme oder Schwierigkeiten beim Planen und Organisieren vorliegen, die eine nachlassende Bewältigung des Alltags bedingen. Charakteristische Zeichen einer Störung des Gedächtnisses und anderer Leistungen des Gehirns sind ausführlich im Kapitel "Warnsymptome" beschrieben.

In der Regel werden standardisierte Testverfahren eingesetzt, um vorhandene Defizite möglichst genau zu erfassen.

2. Schritt: Handelt es sich um die Alzheimer-Krankheit?

Im zweiten Schritt gilt es, die Alzheimer-Krankheit als Ursache der verschlechterten geistigen Fähigkeiten zu identifizieren. Dazu müssen ähnliche andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Nur dann ist der Arzt in der Lage, die Alzheimer-Krankheit mit hoher Wahrscheinlichkeit zu diagnostizieren. Außerdem können auf diese Weise Erkrankungen herausgefiltert werden, die möglicherweise behandelbar sind.

Zur Abgrenzung gegenüber anderen ähnlichen Erkrankungen sind eine Reihe von Untersuchungen notwendig. Mehr ...

3. Schritt: Individuelle Probleme und Fähigkeiten

Um einen individuellen Behandlungsplan aufstellen zu können, muss der Arzt beispielsweise danach fragen, ob der Patient sich aggressiv verhält, nachts nicht schlafen kann oder wahnhafte Vorstellungen hat.