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Probleme mit der Verständigung
Frühes Krankheitsstadium
Im frühen Krankheitsstadium werden die sprachlichen Äußerungen des Patienten ungenauer und umständlicher. Manchmal findet er Wörter nicht oder gebraucht Umschreibungen. Viele Patienten empfinden ihre Sprachschwierigkeiten als peinlich und sprechen insgesamt weniger, vor allem zu fremden Personen. Meist werden Sie trotz der sprachlichen Probleme erraten können, was der Patient Ihnen sagen will.
Vermeiden Sie für den Patienten einzuspringen, wenn er einmal ein Wort nicht findet. Meist ist das für ihn sehr kränkend. Durch Befolgung von einfachen Regeln können Sie Ihr Sprachverhalten auf die Krankheit einstellen. Denken Sie bitte daran, dass auch für völlig gesunde Menschen die Hälfte der Mitteilungen durch Mimik, Gestik und Körpersprache vermittelt werden. Nützen Sie diese nichtsprachlichen Mitteilungen stärker als Sie es bisher gewohnt waren.
Tipps
- Sprechen Sie deutlich und langsam.
- Bilden Sie kurze, einfache Sätze.
- Vermeiden Sie Schachtelsätze und komplizierte Wendungen.
- Geben Sie nicht zu viele Informationen auf einmal.
- Unterstreichen Sie Ihre Mitteilungen durch Mimik, Gestik und Körpersprache.
Mittleres Krankheitsstadium
Im mittleren Krankheitsstadium kann sich die Sprache noch deutlicher verändern. Wortverdrehungen, falscher Satzbau und unvollständige Sätze können die Mitteilungen des Patienten unverständlich machen.
Tipps
- Machen Sie jetzt vermehrt Gebrauch von der Körpersprache.
- Berühren Sie den Patienten, nehmen Sie ihn in den Arm, sehen Sie ihm in die Augen, streicheln Sie ihn und lächeln Sie ihn an.
- Gegebenenfalls können Sie auch versuchen, durch allgemeine Redewendungen die vermuteten Inhalte seiner Äußerungen aufzugreifen und zu bestätigen.
Fortgeschrittenes Krankheitsstadium
Jetzt können sich die sprachlichen Äußerungen eines Alzheimer-Patienten auf wenige Wörter beschränken, die er häufig wiederholt. Das bedeutet nicht, dass er keine Gedanken mehr hat oder dass er Sie nicht mehr versteht. Versuchen Sie aus seinem Gesichtsausdruck, aus seinen Gesten und aus seiner Körpersprache darauf zu schließen, was er mitteilen will. Wenn Sie aussprechen, was Sie verstanden haben, können Sie prüfen, ob Ihre Deutung richtig war.
Im Endstadium der Krankheit kann die Sprache ihre verbindende Kraft völlig verlieren. Auch dann bleiben die Patienten aber für Gefühlsäußerungen empfänglich.
Tipps
- Schalten Sie störende Hintergrundgeräusche aus, z. B. den Fernseher, wenn Sie mit dem Patienten sprechen.
- Versuchen Sie sich möglichst einfach auszudrücken.
- Denken Sie daran, dass der Patient trotz der Verständigungsprobleme kein Kind ist und behandeln Sie ihn mit Achtung. Sprechen Sie in seiner Gegenwart nie so, als ob er nicht da wäre.