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Ständiges Suchen

Die Alzheimer-Krankheit verunsichert die Betroffenen in der Regel tief. Deswegen gewinnen Gegenstände des unmittelbaren Besitzes wie Geldbörse, Brieftasche, Brille, Fotos oder Schriftstücke eine viel größere Bedeutung als bei Gesunden.

Kramt eine Patientin ständig in ihrer Handtasche herum, versucht sie möglicherweise, sich des Vorhandenseins ihrer Habseligkeiten zu vergewissern. Manche Patienten verstecken bestimmte Gegenstände immer wieder. Wegen der ausgeprägten Gedächtnisstörungen finden sie allerdings später ihre Habe nicht und sind deswegen ständig auf der Suche danach. Auch kann es vorkommen, dass sie andere Menschen beschuldigen, die Gegenstände entwendet zu haben.

Tipps

  • Denken Sie daran, dass sich in dem Suchen ein Grundbedürfnis nach Sicherheit und Überblick ausdrückt.
  • Aus diesem Blickwinkel kann ständiges Suchen eine sinnvolle Beschäftigung sein.
  • Fühlen Sie sich nicht persönlich angegriffen, wenn Sie des Diebstahls beschuldigt werden. Für den Patienten ist es eine nahe liegende Vermutung.
  • Lassen Sie den Patienten den Gegenstand selbst finden, sonst bestätigen Sie sein Misstrauen.
  • Lenken Sie den Patienten ab und streiten Sie nicht mit ihm.
  • Verändern Sie nichts an Dingen, die ihm lieb sind. Denken Sie daran, dass solche Gegenstände für ihn Bezugspunkte sind, wenn sein nachlassendes Gedächtnis ihn im Stich lässt.
  • Bewahren Sie wichtige Dokumente an einem sicheren Ort auf.