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Störung der örtlichen Orientierung

Ausdruck einer örtlichen Orientierungsstörung kann beispielsweise sein, dass ein Patient am Urlaubsort das Zimmer im Hotel oder das Hotel im Ort nicht mehr findet. Später treten diese Probleme auch in vertrauter Umgebung auf. Die Patienten finden die Zimmer in der Wohnung nicht, verlaufen sich am Wohnort und können mit dem Auto kein Ziel mehr ansteuern.

In Verbindung mit der ziellosen Unruhe führt die örtliche Orientierungsstörung dazu, dass die Patienten die Wohnung verlassen, herumirren und nicht mehr nach Hause finden. Wenn Sie Störungen der örtlichen Orientierung bemerken, müssen Sie dem Patienten Orientierungshilfen geben, aber gleichzeitig auch an seine Sicherheit denken.

Tipps

  • Deutlich lesbare Schilder an den Türen zum Schlafzimmer und zur Toilette erleichtern dem Patienten die Orientierung in der Wohnung.
  • Es kann hilfreich sein, den Weg vom Schlafzimmer zur Toilette nachts zu beleuchten. Technische Hilfen sind Bewegungsmelder, die das Licht bei Bedarf automatisch ein- und ausschalten.
  • Versehen Sie die Kleidung des Patienten mit Zetteln oder eingenähten Schildern, auf denen Name, Adresse, Telefonnummer und ein Hinweis auf das Vorliegen von Gedächtnisstörungen stehen. Sinnvoll kann es auch sein, wenn der Patient ein Armband oder eine Kette mit diesen Angaben trägt.
  • Treffen Sie Vorkehrungen, dass der Patient nicht unbemerkt das Haus verlassen kann. Beispiele dafür sind zusätzliche, schwer zu öffnende Schlösser.
  • Informieren Sie Ihre Nachbarn über die Krankheit. Betonen Sie dabei, dass der Patient weder verrückt noch gefährlich ist, sondern nur verwirrt.
  • Wenn der Patient aus der Wohnung drängt, kann es sinnvoll sein, flexibel zu reagieren. Begleiten Sie Ihn auf dem Weg, den er einschlagen will, und lenken Sie ihn nach kurzer Zeit wieder nach Hause zurück.
  • Bleiben Sie in der gewohnten Umgebung. Vermeiden Sie Urlaubsreisen, Kuraufenthalte und weite Reisen zu Verwandten.