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Niedergeschlagenheit & Depression
Niedergedrückte und depressive Stimmung ist im frühen und mittleren Krankheitsstadium besonders ausgeprägt. Ein wichtiger Grund für den Stimmungseinbruch ist, dass fast alle bestätigenden Einflüsse wegfallen: der Erfolg im Beruf, die Anerkennung in der Familie, das Gelingen von Vorhaben.
Statt dessen erlebt der Patient fast ausschließlich Misserfolge, Unfähigkeit und Peinlichkeit. Meist wird die Niedergeschlagenheit durch Enttäuschungen oder Überforderung ausgelöst und ist von kurzer Dauer. Es gibt aber schwere und anhaltende Depressionen, die mit Medikamenten behandelt werden müssen. Die modernen antidepressiv wirkenden Arzneimittel sind hochwirksam und gut verträglich.
Tipps
- Denken Sie daran, dass der Patient in einer Welt des Scheiterns lebt. Verschaffen Sie ihm soviel bestätigende Erlebnisse wie nur möglich. Sorgen Sie dafür, dass er Freude erleben kann. Loben Sie ihn auch für kleine Erfolge.
- Bedenken Sie die positive Bedeutung von Abwehr und Verleugnung: Sie helfen dem Patienten, sein Selbstbild aufrechtzuerhalten.
- Versuchen Sie herauszufinden, ob bestimmte Enttäuschungen oder Überforderungen die Niedergeschlagenheit ausgelöst haben.
- Vertrauen Sie darauf, dass die Stimmung des Patienten sehr von der augenblicklichen Situation abhängig ist und gestalten diese positiv.
- Wenn die Niedergeschlagenheit ausgeprägt ist und über mehrere Wochen anhält, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Er kann eine Behandlung mit Medikamenten durchführen, die fast immer erfolgreich ist. Mehr ...