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Krankheitsverleugnung

Alzheimer-Patienten nehmen ihre zunehmenden Leistungsdefizite in den Anfängen der Erkrankung sehr bewusst wahr. Sie reagieren darauf mit Beschämung, Angst, Niedergeschlagenheit, manchmal auch mit Wut. Es ist deshalb sehr verständlich, wenn sie Fehlleistungen nur sehr ungern zugeben.

Im mittleren Stadium beginnt das Krankheitsbewusstsein allmählich zu verblassen. Der Patient fühlt sich durchaus gesund und überschätzt seine Leistungsfähigkeit deutlich. Der Grund dafür ist, dass sich das Selbstgefühl weniger aus der Gegenwart speist, sondern aus der Vergangenheit, die für den Patienten noch oder wieder Gültigkeit hat. Darin kann man einen Schutzmechanismus sehen, der die Betroffenen davor bewahrt, ständig in dem quälenden Bewusstsein der vorhandenen Defizite leben zu müssen.

Tipps

  • Konfrontieren Sie den Patienten nicht unnötig mit seinen Leistungsdefiziten. Die Einsicht in das Kranksein würde die Probleme im Zusammenleben nicht verringern. Der Patient kann sich nämlich nicht dieser Einsicht gemäß verhalten.
  • Versuchen Sie, das zu positive Selbstbild des Patienten als eine wichtige Lebenshilfe für ihn zu verstehen.
  • Geben Sie dem Patienten das Gefühl, gebraucht zu werden. Überlassen Sie ihm Aufgaben.