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Sie sind nicht alleine

Suchen Sie Menschen, die Ihr Schicksal teilen

Die Alzheimer-Krankheit Ihres Angehörigen verändert auch Ihr eigenes Leben ganz entscheidend. Sie verlangt von Ihnen, mit völlig ungewohnten Verhaltensweisen zurechtzukommen. Sie legt Ihnen die Bürde der körperlichen Pflege auf. Darüber hinaus nimmt sie Ihnen Tag für Tag ein kleines Stück mehr von einem geliebten Menschen weg.

Die Alzheimer-Krankheit raubt Ihnen auch die gemeinsame Zukunft. Auf diese vielfältigen Probleme ist niemand vorbereitet und niemand kann diese Last alleine tragen. Aber Sie stehen mit diesen Schwierigkeiten nicht ohne Hilfe da. In Ihrer Nähe gibt es Menschen, die Ihr Schicksal teilen oder mit der Alzheimer-Krankheit früher gekämpft haben. Suchen Sie das Gespräch mit ihnen. Sie werden viele Anregungen empfangen, aber auch Ermutigung und Rückhalt finden.

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Psychologische Hilfestellungen

Die Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit, das Auftreten von Begleitsymptomen sowie die zunehmende Unselbstständigkeit und Hilfsbedürftigkeit der Patienten machen das Zusammenleben in der Familie sehr kompliziert.

Es kommt zu Missverständnissen, unfruchtbaren Auseinandersetzungen und wenig hilfreichen Gefühlsreaktionen. Mehr ...

Denken Sie auch an sich selbst!

Mit den Kräften haushalten

Auf die Dauer können Sie Ihren Angehörigen nur versorgen, wenn Sie mit Ihren Kräften haushalten. Sie müssen ausreichend Schlaf bekommen und Sie müssen sich körperlich selbst leistungsfähig erhalten. Sie brauchen einen Freiraum, um Ihren eigenen Interessen nachzugehen.

Deswegen ist es wichtig, dass Sie von Zeit zu Zeit eine Entlastung bekommen. Die Alzheimer Gesellschaft oder der Sozialdienst Ihrer Gemeinde helfen Ihnen dabei, eine geeignete Hilfe zu finden. Denken Sie auch an die Zeit nach der Pflege. Halten Sie nach Möglichkeit Kontakte zu Freunden und Bekannten aufrecht und pflegen Sie Ihre Hobbys.

Ihre seelische Gesundheit ist wichtig

Auch Ihre seelische Gesundheit ist wichtig. Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst; machen Sie eine Pause, in der Sie Spazieren gehen, Musik hören oder sich anderweitig entspannen.

Sie sollten kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie sich frei nehmen, denn diese Regenerationszeiten sind für Ihre seelische Gesundheit unabdingbar. Wenn Sie zusammenbrechen, hilft es dem Patienten am wenigsten.

Tipps
  • Holen Sie sich einen ambulanten Helfer ins Haus.
  • Nehmen Sie eine Tagesstätte in Anspruch. Hier haben die Kranken Kontakt zu anderen und werden professionell betreut; Ihnen wird eine Verschnaufpause ermöglicht.
  • Beziehen Sie andere Familienmitglieder in die Pflege ein.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit der Kurzzeitpflege in einem Heim.
Es kann sein, dass die Vorstellung, die Betreuung zeitweise anderen zu überlassen, in Ihnen zwiespältige Gefühle weckt. Einerseits glauben Sie vielleicht, dass kein anderer so gut für den Kranken sorgen kann wie Sie selbst. Andererseits fürchten Sie, dass der Kranke mit dem Betreuer im Tageszentrum oder der Pflegeschwester vielleicht besser zurechtkommt als mit Ihnen. Dabei müssen Sie aber zum einen bedenken, dass die Betreuer sich nicht 24 Stunden lang um den Kranken kümmern müssen, sondern immer nur kurze Zeit. Zum anderen sind sie im Umgang mit Pflegebedürftigen ausgebildet und können auf einen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Freunde und Bekannte

Auch Freunde und Bekannte spielen eine wichtige Rolle. Wie können sie Betroffene und Angehörige unterstützen? Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten, der Familie eines Alzheimer-Kranken ohne viel Aufwand zu helfen. Mehr ...