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Ihr Tipp an Freunde & Bekannte
Die Alzheimer-Krankheit verursacht einen tiefen Wandel im Familienleben der Betroffenen, in dessen Verlauf Ehegatten und Kinder zu Betreuern der Kranken werden. Betreuung kann die Erholung, die Hausarbeit und sogar die berufliche Arbeit erschweren; unversicherte Pflegekosten können die Ersparnisse aufzehren - kein Wunder, dass 80 % aller Betreuer von Alzheimer-Patienten über viel Stress und dadurch bedingte Krankheiten klagen.
Nicht zuletzt aus diesen Gründen benötigt die Familie Ihre Unterstützung!
Die Familie braucht Freunde
10 % aller Familien in Amerika haben einen Angehörigen mit Alzheimer, und einer von drei Erwachsenen kennt jemanden mit dieser Krankheit - Sie wahrscheinlich auch. Sie möchten wahrscheinlich Ihre Hilfe anbieten, machen sich aber Sorgen, dass Sie etwas Falsches sagen oder tun könnten.
Sie sollten wissen, dass ...
Betreuer von Alzheimer-Erkrankten ...
- sich allein und abgeschnitten von ihren Freunden fühlen
- Beistand brauchen, aber zögern zu fragen
- oft nicht in der Lage sind, Besorgungen zu erledigen oder die gesamte Hausarbeit zu schaffen
- unter Stress stehen, manchmal sogar unter sehr starkem Stress
- eigentlich eine Pause brauchen, aber vielleicht niemanden haben, der sie unterstützt, oder aber Hilfe ablehnen, wenn sie angeboten wird
- sich Jemanden zum Zuhören wünschen.
Alzheimer-Kranke ...
- einer ungewissen Zukunft entgegensehen
- sich an neue Tagesabläufe, an eine veränderte Rolle in der Familie und andere Zuständigkeitsbereiche gewöhnen müssen
- sich Sorgen machen über zu fürsorgliche Betreuer in der Familie
- sich bemühen, eine aktive und unabhängige Lebensweise beizubehalten
- wahrscheinlich aussehen wie immer, sich aber anders verhalten
10 Tipps, um einer Alzheimer-Familie zu helfen
Ein Freund ist eine wichtige Unterstützung für eine Alzheimer-Familie. Auch wenn diese weit weg wohnen mag, können Sie doch vieles für sie tun:
- In Verbindung bleiben
Halten Sie Kontakt zur Familie. Eine Karte, ein Anruf oder ein Besuch bedeutet eine ganze Menge. Die Familie, auch der Kranke selbst, wird davon profitieren. Senden Sie Karten, auch wenn Sie keine Antwort erhalten, ist es ein einfacher, jedoch wichtiger Weg um zu zeigen, dass Sie an sie denken.
- Auch kleine Dinge bedeuten sehr viel
Wenn Sie Besorgungen erledigen, fragen Sie vorher ein Familienmitglied, ob etwas benötigt wird. Überraschen Sie den Betreuer mit einem besonderen Vergnügen wie einem Videofilm, einer Musikkassette oder einem Geschenkgutschein für eine Massage oder einen Restaurantbesuch.
- Geben Sie ihnen eine Pause
Jeder braucht etwas Zeit für sich. Bieten Sie an, mit dem Betroffenen zuhause zu bleiben, so dass Familienmitglieder Besorgungen erledigen können, eine Selbsthilfegruppe besuchen oder eine kleine Reise unternehmen können. Selbst wenn der Betreuer das Haus nicht verlässt, so bleibt doch für ihn etwas persönliche Zeit. Möglicherweise genießt auch der Erkrankte die Abwechslung.
- Konkret sein, wenn Sie Hilfe anbieten
Viele Freunde bieten Hilfe an, "wenn etwas zu tun ist", aber viele Betreuer finden es schwierig, dann konkret um Hilfe zu bitten. Die Familie sollte eine To-do-Liste mit bestimmten Tätigkeiten erstellen (wie Wäsche waschen, Arbeiten im Haus, Rechnungen). Finden Sie heraus, was Sie tun können und richten Sie sich z. B. wochenweise etwas Zeit ein, um der Familie zu helfen.
- Seien Sie wachsam
Informieren Sie sich über die Krankheit und wie sie sich auf eine Familie auswirkt, ebenso über bestimmte Verhaltensweisen und wie man darauf sinnvoll reagiert. So können sich Betroffene ab einem bestimmten Stadium der Krankheit in der eigenen Nachbarschaft verirren.
- Sorgen Sie für einen "Tapetenwechsel"
Planen Sie eine Unternehmung mit der Familie außer Haus, wie einen Besuch im Restaurant, einen Besuch bei Ihnen zu Hause oder ein Picknick im Park. Laden Sie auch den Kranken ein, wenn es der Betreuer als angebracht empfindet. Wenn nicht, sorgen Sie für eine Betreuung während des Ausflugs.
- Lernen Sie zuzuhören
Manchmal brauchen Angehörige von Kranken einfach nur jemanden zum Reden. Erkundigen Sie sich bei Angehörigen in einem freien Moment, wie es ihnen geht. Sie müssen nicht auf alles eine Antwort wissen, seien Sie einfach ein mitfühlender Zuhörer ohne zu fragen oder zu urteilen.
- Betreuung für den Betreuer
Ermutigen Sie den Betreuer auch auf sich selbst zu achten. Bieten Sie ihm auch an, ihn zu einem Besuch einer Selbsthilfegruppe zu begleiten.
- Denken Sie an alle Familienmitglieder
Der Alzheimer-Patient schätzt Ihre Besuche, auch wenn er es nicht zeigen kann. Sprechen Sie mit ihm so, wie Sie es für sich selbst möchten. Denken Sie daran, dass alle Familienmitglieder, Ehepartner, erwachsene Kinder, aber auch kleine Enkelkinder, in verschiedener Weise von der Krankheit betroffen sind.
- Werden Sie Mitglied
Tragen Sie mit einer kleinen Spende oder mit Ihrem Engagement dazu bei, eine Alzheimer-Organisation zu unterstützen. Fordern Sie auch Ihren Gesetzgeber auf, Fonds für die Forschung und Programme für betroffene Familien zu unterstützen.