Inhalt

Probleme bei den Mahlzeiten

Unterschiedlichste Schwierigkeiten bei den Mahlzeiten und der Nahrungsaufnahme können im Verlauf der Alzheimer-Krankheit auftreten:

Nahrungsmenge

Die Alzheimer-Krankheit kann dazu führen, dass Betroffene entweder zu viel oder zu wenig essen. Im Falle einer starken Gewichtszunahme sollten Sie fettreiche und kohlenhydrathaltige Speisen einschränken (z. B. Kuchen, Kekse). Denken Sie aber daran, dass das Essen eine der wenigen verbleibenden Freuden des Patienten sein kann.

Manche Patienten sind durch ein übermäßiges und unübersichtliches Angebot an verschiedenen Speisen irritiert und essen deswegen zu wenig.

Handhabung des Bestecks schwierig

Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit brauchen viele Patienten Hilfe beim Essen, weil sie mit der Handhabung des Essbestecks nicht mehr zurechtkommen. Maximale Eigenständigkeit ist auch beim Essen wichtig. Deswegen ist es besser, den Patienten klein geschnittene Speisen selbstständig mit dem Löffel oder mit den Fingern essen zu lassen, als ihm die Nahrung einzugeben.

Schlucken gestört

Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium ist bei vielen Patienten der Vorgang des Schluckens gestört. Das kann zu häufigem Verschlucken, zu einer Lungenentzündung, wenn Verschlucktes in die Lunge gelangt, und zur Gefahr des Erstickens führen.

Tipps zum Essen

  • Mahlzeiten sollten möglichst immer in demselben Raum und zur selben Zeit eingenommen werden.
  • Setzen Sie sich bei den Mahlzeiten dem Betroffenen gegenüber, so dass er Ihre Bewegungen sehen und nachahmen kann.
  • Schneiden Sie die Speisen klein und beschränken Sie die Auswahl auf dem Tisch.
  • Der Speisezettel soll Ballaststoffe, Gemüse und Obst enthalten.
  • Wenn der Patient häufig etwas zu essen möchte, lassen Sie ihn viel Obst essen, damit er nicht zunimmt. Bieten Sie kleine Portionen an und beachten Sie, dass das Auge mitisst.
  • Lassen Sie ihn gegebenenfalls die Finger anstatt des Bestecks benutzen.
  • Bieten Sie genügend zu trinken an.
  • Denken Sie daran, dass die Empfindung für heiß und kalt herabgesetzt sein kann, so dass sich der Patient leicht verbrennt.
  • Bei allein lebenden Patienten: Achten Sie darauf, dass verdorbene Lebensmittel regelmäßig aus dem Kühlschrank entfernt werden.

Ernährung bei Schluckstörungen

  • Wenn beim Kauen und Schlucken deutliche Probleme auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
  • Pürieren Sie das Essen oder verwenden Sie flüssige Nahrung ("Astronautenkost"). Der Arzt kann Ihnen dafür ein Rezept ausstellen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Möglichkeit, mit einem kleinen Schlauch Nahrung direkt in den Magen einzuführen, wenn die Nahrungsaufnahme auf dem normalen Weg nicht mehr möglich ist.
  • Magensonden, die direkt durch die Bauchdecke geführt werden, können Vorteile haben. Der Umgang mit einer Magensonde ist nicht so schwer, wie Sie vielleicht befürchten. Sie müssen die Nahrung, die Sie in Fertigpackungen erhalten, mit einer Spritze in den Schlauch einfüllen. Nach einer kurzen Anleitung durch Ihren Arzt werden Sie die nötigen Handgriffe rasch beherrschen.