Inhalt
Kontrolle von Blase und Darm
Probleme bei der Beherrschung der Muskeln, die den Stuhlgang und die Blasenentleerung regulieren, bezeichnet man als Inkontinenz (wörtlich: Nicht-mehr-halten-können). Diese Symptome treten typischerweise im mittleren und fortgeschrittenen Stadium der Alzheimer-Krankheit auf. Die Harninkontinenz ist häufiger und geht in der Regel der Stuhlinkontinenz voraus.
Eine Harninkontinenz kann behandelbare Ursachen haben. Dazu gehören:
- Harnwegsinfektionen
- Akute Verwirrtheitszustände, z. B. durch falsche oder überdosierte Medikamente
- Eingeschränkte Bewegungsfähigkeit
- Bestimmte Frauenkrankheiten
- Bei Männern eine Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata)
In diesen Fällen kann eine Behandlung der Ursache die Inkontinenz beseitigen. Darüber hinaus ist es hilfreich, den Gang zur Toilette zu einer festen Gewohnheit zu machen, die in regelmäßigen Abständen wiederholt wird. Weitere Probleme mit dem Stuhlgang können Verstopfung, Darmverstimmungen und Darminfektionen darstellen. Im Falle einer Verstopfung können Sie eine Menge tun, um dem Patienten zu helfen.
Tipps
- Beachten Sie die Ratschläge zum Aufsuchen der Toilette
- Verwenden Sie Inkontinenz-Vorlagen. Der behandelnde Arzt kann ein Rezept dafür ausstellen.
- Verabreichen Sie regelmäßig - z. B. zweimal pro Woche - einen Darmeinlauf oder geben Sie Mittel, die den Stuhl erweichen.
- Verwenden Sie Abführmittel nur dann, wenn es unbedingt sein muss. Der falsche Gebrauch von Abführmitteln kann zu einer anhaltenden Darmträgheit und zu anderen gesundheitlichen Schäden führen. Bitte fragen Sie hierzu Ihren Arzt.
- Wenn Probleme mit Harninkontinenz anders nicht zu beherrschen sind, kann man einen Urinkatheter anbringen. Diese Maßnahme sollte so lange wie möglich vermieden werden. Die regelmäßige Verwendung von Inkontinenz-Vorlagen ist auf jeden Fall zu bevorzugen.