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Körperpflege

Ermuntern Sie den Erkrankten, die gewohnte Körperpflege aufrecht zu erhalten. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium kann es allerdings geschehen, dass sich der Patient nicht mehr alleine wäscht oder nur noch Ansätze der erforderlichen Handlungen durchführt.

Sie müssen damit rechnen, dass Ihre Hilfestellung beim Baden oder Duschen auf Abwehr stößt. Der Grund ist, dass solche Hilfestellungen das Schamgefühl und den Stolz des Pflegebedürftigen verletzen können. Diese emotionalen Reaktionen sind bei den meisten Patienten besser erhalten als die geistigen Leistungen. Sie überwiegen gegenüber der Wahrnehmung des eigenen Krankseins.

Tipps

  • Sorgen Sie dafür, dass das Baden für den Patienten möglichst entspannend und angenehm ist. Verwenden Sie kuschelige Handtücher und wohlriechende Badezusätze.
  • Wenn der Patient Schwierigkeiten hat, in die Badewanne zu steigen oder wieder herauszukommen, verwenden Sie die Dusche - es sei denn, der Kranke hat Angst davor.
  • Erleichtern Sie es dem Patienten, sich selbst zu waschen. Nehmen Sie ihm diese Tätigkeit auch dann nicht ab, wenn dies Zeit sparender wäre.
  • Helfen Sie dem Patienten, sich hübsch zu machen. Jeder Mensch fühlt sich besser, wenn er gepflegt ist.
  • Bei großem Widerstand gegen Hilfestellung von Ihrer Hand kann es hilfreich sein, einen Pflegedienst heranzuziehen. Das ist für den Patienten weniger beschämend.