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Eigenständigkeit
Auch für den Alzheimer-Kranken ist es wichtig, sein Leben möglichst selbstständig bewältigen zu können. Daher sollte dem Betroffenen bei der Bewältigung von Aufgaben zwar geholfen, die Aufgaben sollten ihm aber nicht abgenommen werden. Dadurch bleibt seine Eigenständigkeit erhalten.
Sinnvolles Verhalten
- Verbessern oder korrigieren Sie den Kranken nicht, wenn er Dinge tut, die Sie für unsinnig oder falsch halten. Er wird es nicht verstehen können und mit Angst oder Wut reagieren.
- Loben Sie ihn und freuen Sie sich, dass er helfen und aktiv sein will. Korrigieren und verbessern können Sie die Angelegenheit später.
Alzheimer-Patienten sind keine Kinder
Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium kann der Anschein entstehen, dass sich die Patienten immer mehr wie Kinder verhalten. Denken Sie aber bitte daran, dass die Patienten im Unterschied zu Kindern das Selbstgefühl eines erwachsenen Menschen und – wegen des relativ gut erhaltenen Altgedächtnisses – den reichen Hintergrund einer ganzen Lebensgeschichte besitzen.
Beiden Faktoren muss man im täglichen Zusammenleben Rechnung tragen, um die Würde des Patienten nicht zu verletzen.
Wichtige Informationen
Für Ihren Arzt ist es wichtig zu erfahren, welche Tätigkeiten des täglichen Lebens bei dem Patienten eingeschränkt sind und welche erhalten sind. Es kann für die Diagnose und die Beurteilung des späteren Verlaufs sehr hilfreich sein, wenn Sie sich hierzu Notizen machen. Achten Sie bitte besonders auf folgende Fähigkeiten:
- Erledigen von Einkäufen
- Regelung der Bankgeschäfte
- Umgehen mit kleineren Geldsummen
- Zubereiten von Mahlzeiten
- Führen eines Kraftfahrzeugs
- Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln
- Orientierung in der Wohnung
- Orientierung in der näheren Umgebung
- An- und Auskleiden
- Einnahme von Mahlzeiten
- Baden und Duschen
- Benutzen der Toilette