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Anpassung der Wohnung
Die Gedächtnisstörungen, die Orientierungsschwierigkeiten, die Probleme mit der Handhabung von Gegenständen und die Gehunsicherheit machen es nötig, bestimmte Veränderungen in der Wohnung vorzunehmen. Sie sollen dafür sorgen, dass der Betroffene weder sich noch andere Menschen in Gefahr bringt. Das Risiko von Feuer, Unfällen oder Stürzen kann mit etwas Voraussicht auf ein Minimum reduziert werden.
Führen Sie solche Veränderungen behutsam und schrittweise durch. Nehmen Sie immer nur die Maßnahmen vor, die beim augenblicklichen Stadium der Krankheit erforderlich sind.
Das Rauchen kann besonders für einen Demenzpatienten gefährlich werden, wenn er eine brennende Zigarette oder Pfeife vergisst, unbemerkt herumliegen lässt oder an einen Ort versteckt, an dem diese ein Feuer entzünden können. Wenn Ihr Angehöriger weiterhin raucht, können Sie potenzielle Gefahren vermeiden, indem Sie Zigaretten, in erster Linie Streichhölzer und Feuerzeug, einbehalten.
Wichtige Maßnahmen zur Wohnungsanpassung sind:
Küche
- Sichern Sie den Gas- oder Elektroherd durch automatische Absperrventile, Gasmelder oder Temperaturmelder.
- Stellen Sie den Heißwasserbereiter auf eine niedrigere Temperatur ein, damit sich der Patient nicht verbrühen kann.
- Sie sollten auch alle Geräte ausschalten oder den Zugang zur Küche einschränken, wenn sie gerade nicht genutzt ist. Gifte, Medikamente oder gefährliche Substanzen wie Bleichmittel oder Möbelpolituren sollten unerreichbar in einem verschlossenen Schrank aufbewahrt werden.
Bad
- Ziehen Sie den Schlüssel ab - der Patient ist vielleicht noch in der Lage, die Tür abzuschließen, kann sie dann aber eventuell nicht mehr öffnen.
- Entfernen Sie Teppiche oder Läufer im Bad.
- Bringen Sie an Dusche und Badewanne feste Haltegriffe an.
- Legen Sie rutschfeste Matten in Badewanne und Dusche. Ein Stuhl in der Dusche erweist sich oft als sicherer und praktischer als die Badewanne.
- Bewahren Sie Wasch- und Putzmittel an einem sicheren Ort auf, damit der Erkrankte sie nicht mit Getränken verwechseln kann.
Flure
- Sorgen Sie möglichst überall in der Wohnung für helles Licht. Dadurch erleichtern Sie dem Patienten die Orientierung und verringern die Angst vor Eindringlingen. Achten Sie darauf, dass das Licht nicht blendet.
- Bringen Sie eine nächtliche Beleuchtung auf dem Weg vom Schlafzimmer zur Toilette an.
Treppen
- Versehen sie die Treppen mit rutschfesten Belägen.
- Installieren Sie an beiden Seiten der Treppe stabile Handläufe.
- Bringen Sie gegebenenfalls eine Tür am oberen Ende der Treppe an.
- Kennzeichnen Sie die unterste und die oberste Treppenstufe farbig.
- Wenn nötig, können Sie die Treppe auch mit einer Sperre unzugänglich machen.
Fußboden
- Entfernen Sie unter Umständen lose Teppiche oder Läufer.
- Vermeiden Sie spiegelnde Flächen. Der Patient könnte sie für Wasser oder Eis halten.
- Entfernen Sie andere mögliche Stolperstellen wie nicht aufgeräumte Ecken, Möbel oder elektrische Kabel.
- Entschärfen Sie Türschwellen (durch kleine Rampen oder durch
Entfernen)
Fenster und Türen - Achten Sie darauf, dass Fenster nur gekippt werden können. Sichern Sie Haustür und Balkontür durch geeignete Schlösser oder ein Alarmsignal.
- Sorgen Sie dafür, dass der Patient die Wohnung nicht unbemerkt verlassen kann.
Garten
- Der Garten muss eingezäunt sein, damit der Patient nicht unbemerkt das Grundstück verlassen kann.
- Gartenwerkzeuge und Chemikalien, von denen unter Umständen eine Gefahr ausgehen kann, müssen sicher aufbewahrt werden.
Checkliste: Wohnung
Hier finden Sie eine Checkliste mit Stichpunkten zur Anpassung der Wohnung.